Was ist eigentlich..? | 002

Rat der 66er

[RD66]

 

Amelie:

Schön das Du da bist Ben! Es freut mich wirklich sehr Dich auf unserem Blog begrüßen zu dürfen. Am besten spannen wir die Leser auch nicht länger auf die Folter und erzählen ihnen direkt, wer Du und deine Corporation überhaupt in EVE seid?

Ben Hilrom:

Wir sind der Rat der 66er und seit mehr als zwei Jahren ein fester Bestandteil von LUMPY – wobei unsere Mitgliedschaft dort eher einem Zufall geschuldet ist. Denn als ehemaliges Mitglied von Lux Aetherna sind wir bei der damaligen Fusion mit EON mehr oder weniger einfach in die ganze Sache mit reingerutscht. Und da die Auflagen bei LUMPY ein wenig anspruchsvoller als in unserer vorherigen Allianz waren, mussten wir uns als Gemeinschaft richtig ins Zeug legen, um uns in der neuen Umgebung beweisen zu können.

Amelie (lacht):

Das ist euch scheinbar gut gelungen!

Ben Hilrom (lacht):

Ja, definitiv.

Amelie:

Welche Idee steckt eigentlich hinter eurem Corporationsnamen?

Ben Hilrom:

Generell liegt dem Ganzen kein richtiges Konzept zu Grunde, da die Corporation zum Zeitpunkt ihrer Gründung lediglich als POS-Steller fungieren sollte. Damals brauchte man ja immerhin noch ein gewisses Standing, um diese Strukturen im Weltall verankern zu können. Von daher sind wir niemals aktiv davon ausgegangen, dass wir uns mit diesem doch recht lustigen Namen jemals großartig in EVE etablieren würden. Allerdings ist uns das rückblickend betrachtend dennoch durchaus gut gelungen.

Amelie:

Wie seid ihr dabei hierarchisch aufgestellt?

Ben Hilrom:

Die Führung unserer Corporation setzt sich aus dem CEO mit seinen beiden Direktoren und zwei weiteren Mitgliedern, welche über ein erhöhtes Rechtelevel verfügen, zusammen.

Amelie:

Und wie sieht das mit euren normalen Mitgliedern aus – besitzen diese ein Mitbestimmungsrecht oder kommen alle Entscheidungen und Befehle aus der Führungsebene?

Ben Hilrom:

Jedes unserer Mitglieder besitzt ein Stimmrecht, das es während einer Abstimmung dazu verwenden kann um sich und seine Meinung in der gesamten Gruppe zu vertreten. Im Endeffekt entscheidet bei uns also die Mehrheit, welche Richtung wir gemeinsam als nächstes einschlagen werden.

Amelie:

Das ist wirklich bemerkenswert! Immerhin haben einige CEOs doch durchaus große Angst davor die Entscheidungsgewalt in die Obhut ihrer Mitglieder zu geben. Da stellt sich mir als nächstes die Frage, welche Tätigkeitsbereiche eure Corporation überhaupt in EVE abdeckt?

Ben Hilrom:

Bei uns handelt es sich grundsätzlich um eine PVP-Corporation. Somit haben die Flotten unserer Allianz für uns höchste Priorität. Leider können wir unseren Piloten jedoch momentan keine zusätzlichen corp.-internen Roamings anbieten, da uns dazu ein hauseigener FC fehlen würde. Dennoch gibt es bei uns aktuell genug Content bei dem man sich abends genüsslich austoben kann.

Amelie:

Seid ihr eigentlich schon immer eine kampforientierte Truppe gewesen oder hat sich das erst im Laufe der Zeit so entwickelt?

Ben Hilrom:

Wir waren nicht immer so aufs PVP fixiert wie wir es heute sind – immerhin haben auch wir irgendwann mal im HighSec angefangen. Natürlich haben uns die vergangenen Entscheidungen daher teilweise einige Mitglieder gekostet, weil diese mit der Entwicklung der Corporation nicht zufrieden gewesen sind. Nichtsdestotrotz haben wir uns bis heute auf eine sehr positive Art und Weise etablieren können. Selbst wenn ich dazu sagen muss, dass sich die Entscheidung unserer Allianz, die SOV hinter uns zu lassen und nach Vey zu ziehen, eher kontraproduktiv auf unsere Spielervereinigung ausgewirkt hat. Obwohl wir sogar diese Hürde mittlerweile überstanden haben und unsere Memberbase wieder etwas vergrößern konnten.

Amelie:

Welche Ziele habt ihr euch dann als nächstes gesteckt?

Ben Hilrom:

Zunächst würden wir gerne wieder auf eine Summe von dreißig aktiven Spielern kommen. Weiterhin möchten wir die Fleetbeteiligung unserer Mitglieder erhöhen und bauen für diesen Zweck bereits unsere internen Strukturen so um, dass in Zukunft ein reibungsloserer Ablauf gewährleistet werden kann.

Amelie:

Was für Eigenschaften sollte ein potentielles neues Mitglied denn wünschenswerterweise mitbringen?

Ben Hilrom:

Ein neues Mitglied sollte auf jeden Fall in der Lage sein im Team arbeiten zu können. Zusätzlich muss es gewillt sein an den Flotten unserer Allianz teilzunehmen, insbesondere dann wenn es sich beispielsweise um eine Strat Op oder eine CTA handelt. Ob man das alles mit einem oder zwei Accounts bewältigt ist uns hingegen aktuell noch relativ egal. Natürlich sehen wir es aber dennoch gerne wenn die Spieler dualboxen – selbst wenn es bei uns nicht zum Pflichtprogramm gehört. Der Pilot sollte also grob gesagt ab und zu auch mal Abstriche bei seinen eigenen Plänen machen um das Wohl der Corporation beziehungsweise der Allianz zu fördern.

Amelie:

Und was sind für euch absolute No-Go’s bei einem Bewerber?

Ben Hilrom:

Pure Carebears können wir bei uns leider nicht gebrauchen. Ebenso ungern gesehen sind Leute, die immer und überall alles besser wissen.

Amelie (lacht):

Wie – da kann sich das Bärchen bei euch nicht gemütlich den Pelz kraulen lassen?

Ben Hilrom (lacht):

Keineswegs.

Amelie:

Was könnt ihr euren Mitgliedern im Gegenzug dafür im NullSec für Möglichkeiten bieten?

Ben Hilrom:

Aktuell kann man sich bei uns vor allem im PVP austoben. Allerdings bieten wir den Leuten ebenfalls Gelegenheiten zum Ratten und Produzieren. Zusätzlich hat die Corporation in ein paar Doktrinschiffe investiert, so dass die Leute ein wenig bei dem Füllen ihres Hangars entlastet werden.

Amelie:

Wie würdest Du eigentlich die Gemeinschaft innerhalb eurer Corporation mit drei Worten beschreiben?

Ben Hilrom:

Uff.. mit drei Worten?

Amelie (lacht):

Ja.

Ben Hilrom (lacht):

Oh da bin ich jetzt aber .. uff .. familiär würde ich es nicht nennen. Ich denke aber man könnte durchaus kooperativ sagen. Mehr fällt mir so spontan ehrlich gesagt nicht ein.

Amelie (lacht):

Bist Du etwa ratlos?

Ben Hilrom (lacht):

Sieht ganz so aus.

Amelie:

Gut ich lasse das ausnahmsweise mal gelten. Warum würdest Du denn sagen, dass eure Spielergruppe nicht zu den familiären in EVE gehört?

Ben Hilrom:

Das trifft eben nicht so ganz auf uns zu. Familiär bedeutet für mich zum Beispiel, dass man die Leute, welche ständig hinterher hängen, immerzu betüddelt. Das machen wir bei unseren Mitgliedern jedoch nur während der Einführungsphase. Nachdem sie dann also wissen, was für Doktrin Schiffe sich insbesondere lohnen, woher sie diese bekommen und wie der allgemeine Ablauf in der Allianz ist, müssen sie schon selbstständig agieren und sich beschäftigen können.

Amelie:

Das heißt als eines eurer Mitglieder muss man in der Lage sein sich recht schnell alleine zu organisieren?

Ben Hilrom:

Ja, zumindest nach einer gewissen Schonzeit. Wobei wir diese von dem Erfahrungsstand des jeweiligen Spielers abhängig machen. Das bedeutet, dass Mitglieder, welche sich bereits in New Eden auskennen schon nach einem Monat die ersten Schritte alleine gehen können sollten.

Amelie:

Würdest Du denn sagen, dass es für neue Mitglieder leicht ist sich in eure bestehende Gruppe zu integrieren? Immerhin habt ihr euch schon vor einiger Zeit in diesem Spiel etabliert und besitzt einen alteingesessenen Kern. Ist dieser neuen Spielern gegenüber noch offen, um diese in sich aufzunehmen?

Ben Hilrom:

Sicher! Es mag zwar nicht mehr so einfach sein wie beispielsweise noch vor einem Jahr, jedoch kann sich gerne jedes neue Mitglied mit viel Engagement und Aktivität beweisen. Je mehr man eben da ist, so leichter fällt es einem sich zu integrieren. Weiterhin erhöht das natürlich auch die Aufstiegschancen innerhalb der Corporation.

Amelie:

Verbringt ihr denn auch außerhalb von New Eden viel Zeit zusammen beispielsweise im Discord oder Mumble?

Ben Hilrom:

Dort kann man uns eigentlich so gut wie immer antreffen. Dadurch, dass wir zusammen auch andere Spiele wie PUBG zusammen zocken, bleiben wir selbst abseits von EVE viel in Kontakt.

Amelie:

Schafft ihr es dadurch auch die schwereren Zeiten in EVE zu überstehen an denen manch andere Spielergruppen zerbrechen – wie das Sommerloch, die vorübergehende Lustlosigkeit oder Meinungsverschiedenheiten?

Ben Hilrom:

Das könnte man so sagen. Während des Sommers haben wir beispielsweise alle versucht über Mumble in Kontakt zu bleiben und gemeinsam ein paar andere Games zu spielen. Obgleich wir selbstverständlich direkt zu EVE geswitched sind, wenn wir dort gebraucht wurden. Als das Sommerloch dann irgendwann vorbei war haben wir die Leute via Discord zum Einloggen motiviert indem wir ihnen beispielsweise erzählt haben, dass wir etwas feines getackelt hätten oder sie sich doch einfach mal wieder blicken lassen sollen. Das hat auch gut funktioniert.

Amelie (lacht):

Ihr lockt eure Mitglieder also wieder in ihre Schiffe?

Ben Hilrom:

Ich glaube an sowas kommt man in der Regel nicht drum rum. Durch den Umzug ins LowSec sind eben einige unserer Spieler inaktiv gegangen und haben sich lieber in anderen Spielen rumgetrieben. So konnten wir wenigstens ein paar davon wieder zurückgewinnen.

Amelie:

Ich finde es toll das ihr am Ball bleibt! Gibt es zum Abschluss noch etwas was Du unseren Lesern mitteilen möchtest?

Ben Hilrom:

Ja und zwar zum einen, dass wir eine recht fleißige und lustige Truppe sind – insbesondere an der Seite von K-Y-R beziehungsweise LUMPY. Die Aktivitäten der beiden Corporationen sind über den Sommer auch ein Stück weit mehr zusammengewachsen. Das andere ist mir soeben leider entfallen.

Amelie (lacht):

Ein paar Minuten kann ich Dir wohl noch zum Nachdenken geben.

Ben Hilrom:

Was war das denn noch .. sowas blödes. Achso! Das andere was ich gerne noch loswerden würde ist, dass sich viele unserer Mitglieder wieder eine eigene SOV wünschen würden, da es aus unserer Sicht den Zusammenhalt fördert. Natürlich bedeutet so eine SOV zu besitzen jede Menge Stress, allerdings könnte man diesbezüglich sicherlich eine akzeptable Lösung für alle Beteiligten finden. Wir haben uns in der Corporation auch schon insofern abgesprochen, dass wir uns definitiv mehr einbringen möchten, falls LUMPY den Schritt noch einmal wagen sollte.

Amelie:

Somit hätte man immerhin ein gemeinsames Projekt an dem sich alle beteiligen können. Dann bedanke ich mich an dieser Stelle ganz herzlich für deine Zeit und wünsche Dir und deiner Mannschaft weiterhin viel Erfolg!

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