Was ist eigentlich..? | 009

Jinra Business Group

[J-BG]

 

Amelie:

Herzlich Willkommen auf unserem Blog Cheng! Ich finde es wirklich toll dass Du Dir die Zeit genommen hast um mit mir ein wenig über eure Corporation zu sprechen. Diesbezüglich würde mich zunächst erstmal interessieren wer ihr überhaupt in EVE seid?

Cheng Jin:

Wir sind die “Jinra Business Group” – eine Gruppe bestehend aus Spielern die inmitten eines familiären und entspannten Umfelds gemeinsam etwas erreichen möchten.

Amelie:

Welche Tätigkeitsbereiche deckt die J-BG dabei ab?

Cheng Jin:

Grundlegend konzentrieren wir uns darauf neue Kapselpiloten, sowie Wiedereinsteiger, an das Spiel heranzuführen. Für diesen Zweck haben wir uns vom puren PVP Gedanken gelöst und uns dazu entschieden, eine wesentlich breitere Auswahl an Aktivitäten anzubieten, so dass sich unsere Mitglieder in etlichen Bereichen ausprobieren und mittels Hilfestellungen neue Fertigkeiten aneignen können.

Amelie:

Demnach beherbergt eure Corporation also ebenfalls ein paar Leute, die sich gewissenhaft um die Ausbildung der soeben erwähnten Anfänger kümmern?

Cheng Jin (lacht):

Selbstverständlich! Wir wissen die gekonnte Unterstützung unserer erfahreneren Mitglieder sogar sehr zu schätzen.

Amelie:

In welchem Teil von New Eden habt ihr euch eigentlich niedergelassen?

Cheng Jin:

Unsere Gruppe lebt derzeit sowohl im HighSec als auch im WH-Space.

Amelie:

Wie ist es denn zu der Kombination dieser beiden Welten gekommen?

Cheng Jin:

Nun ja das HighSec ist eben an und für sich erstmal ein guter Ort ist um die grundlegenden Basics des Spiels kennenzulernen. Außerdem pflegen mein Bruder und ich eine besondere Beziehung zum Hoheitsgebiet, da wir dort seit Anbeginn unserer Spielzeit schon immer außerordentlich gerne unterwegs gewesen sind.

Amelie:

Kannst Du das etwas genauer erläutern?

Cheng Jin:

Natürlich und zwar haben wir unsere EVE Karriere damals, wie die Spieler heutzutage auch, im HighSec begonnen und dort geschlagene zwei Jahre verbracht, in welchen wir uns etwas richtig tolles aufbauten. Eines Tages wurde unsere heile Welt jedoch zerrüttet, weswegen wir uns auf zu neuen Ufern machten. Dabei lernten wir auf unserem Weg einige neue Corporationen kennen und probierten etliche uns bislang unbekannte Sachen aus. Doch obgleich das alles zunächst äußerst spannend und aufregend wirkte, gelangten wir irgendwann an den Punkt an dem wir das Gefühl nicht mehr loswurden, dass uns irgendetwas fehlte.

Amelie:

Was war es?

Cheng Jin:

Ich glaube es war das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Denn dadurch, dass im NullSec eher große Spielergruppen vertreten sind fühlt man sich als einzelnes Mitglied nicht wirklich bedeutsam. Aufgrund dessen sind wir dann auch zurück ins Empire gezogen.

Amelie:

Und wie spielt das Wurmloch dabei eine Rolle?

Cheng Jin:

Das Wurmloch hat uns seit seiner Einführung stets fasziniert, da es einfach wunderschön ist und einem als Spieler endlos viele Möglichkeiten bietet.

Amelie:

Inwiefern?

Cheng Jin:

Du kannst in einem WH mittlerweile etliche Sachen machen, die es zuvor ausschließlich im NullSec gab. Von daher können wir in unserem C2 so einiges ausprobieren, was gerade für unsere neuen Spieler total interessant ist.

Amelie:

Und so lebt ihr nun in einer Mischung aus den beiden Bereichen in New Eden die ihr am meisten liebt?

Cheng Jin:

Korrekt. Unser Hauptquartier soll mit der Zeit zwar ins Wurmloch verlegt werden, jedoch möchten wir den Standort im HighSec dauerhaft aufrecht erhalten.

Amelie:

Ihr zwingt also niemanden in euer WH überzusiedeln?

Cheng Jin:

Nein, auf keinen Fall! Das HighSec soll unseren Mitgliedern nämlich die Möglichkeit eröffnen, sich erstmal in aller Ruhe mit dem Game vertraut zu machen und an den diversen öffentlichen Spielerevents teilzunehmen.

Amelie:

Löblich. Klingt, als ob ihr eure Gebiete sehr strategisch herausgesucht habt. War dies bei eurem Corporationsnamen ebenfalls der Fall?

Cheng Jin:

Uff .. das mit dem Corporationsnamen ist ja immer so eine Sache. Wir hatten früher beispielsweise mal eine Phase in der wir uns auf englische, rollenspielmäßige Namen fokussiert hatten, bevor wir zu den lateinischen Gruppennamen übergegangen sind. Allerdings waren nie so ganz mit den Resultaten zufrieden, was uns letztendlich dazu bewegte einmal darüber nachzudenken, wie sich eigentlich die Unternehmensnamen im echten Leben zusammensetzen.

Amelie:

Was war dabei eure Erkenntnis?

Cheng Jin:

Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass der Familienname des Unternehmers relativ häufig in die Firma mit einfließt. Deshalb nahmen wir unser beider Nachnamen und haben diese miteinander kombiniert, was das Wort Jinra ergab. Und so ist die “Jinra Business Group” entstanden.

Amelie:

Apropo Familiennamen. Wie ist es eigentlich die Corporation mit seinem eigenen Bruder zu leiten?

Cheng Jin:

Meiner Meinung nach ist das echt super. Dazu sollte man jedoch wissen, dass mein Bruder und ich recht häufig dieselben Ansichten haben und uns in der Regel auch immer auf dem selben Nenner befinden.

Amelie:

Wie seid ihr denn abgesehen von dieser familiären Führungsebene hierarchisch aufgestellt?

Cheng Jin:

Unsere Corporation verfügt über sogenannte Leiter für bestimmte Fachbereiche des Spiels. Dabei handelt es sich um engagierte Mitglieder die sich um jene Spieler kümmern, die sich für Aktivitäten in eben diesem Bereich interessieren.

Amelie:

Das bedeutet, ihr setzt den Rollenspielcharakter des Unternehmens, den wir gerade bei der Namensgebung angesprochen hatten, auch innerhalb eurer Corporation fort indem ihr kleine abteilungsähnliche Strukturen unterhaltet?

Cheng Jin:

Ja, wobei der eigentliche Grund für diese Entscheidung an und für sich ein anderer ist. Und zwar haben wir in EVE bereits des öfteren mitbekommen, dass sich der CEO einer Corporationen oder Allianz gerne mit den anfallenden Aufgaben übernimmt und dadurch den Spaß am Spiel verliert. Wir wollen mit der Arbeitsteilung diesem Phänomen entgegenwirken und alle Beteiligten somit ein Stück weit entlasten.

Amelie:

Du würdest also Nelidas Aussage aus dem vorherigen Corp.-Interview zustimmen, dass ein CEO nicht alles können, sondern lediglich in der Lage sein muss, sich die richtigen Leute zu suchen?

Cheng Jin:

Absolut. Unser Leiter der Industrie hat mir zum Beispiel erst vor kurzem Sachen gezeigt, die schon ewig im Spiel implementiert, mir allerdings noch nie aufgefallen sind. Er kannte sie jedoch, weil er sich mit diesem Part des Games viel intensiver auseinander gesetzt hat und dadurch einen ganz anderen Blickwinkel auf diverse Angelegenheiten besitzt.

Amelie:

Da wäre es ja sicherlich schön, wenn sich weitere solcher Spieler rekrutieren ließen. Was mich zu der Frage bringen würde, worauf ihr bei potentiellen neuen Mitgliedern eigentlich besonders großen Wert legt?

Cheng Jin (lacht):

Er sollte ganz viel Bier mitbringen. Nein, Spaß! Bei neuen Bewerbern ist es uns vor allem wichtig, dass sie einen familiären Umgang pflegen und EVE an und für sich nicht allzu ernst nehmen, da das echte Leben für uns immer eine höhere Priorität haben wird. Zusätzlich wäre es schön wenn der Spieler sowohl Ehrgeiz, als auch Lernbereitschaft, Spaß am Spiel und ein gewisses Maß an regelmäßiger Aktivität mitbringen würde.

Amelie:

Und das am besten im Discord mit funktionierendem Headset?

Cheng Jin:

Ohja! Gerade beim PVP kommt man um so etwas nicht drum rum. Außerdem lassen sich auf diese Weise Fragen von neuen Spielern wesentlich schneller und einfacher Beantworten.

Amelie:

Habt ihr hinsichtlich neuer Bewerber ebenfalls absolute No-Gos?

Cheng Jin:

Definitiv. Denn dadurch, dass wir in keinster Weise mit dem Gedanken spielen mit der Corporation ins 0.0 auszuwandern würden Rekruten, die sich für das NullSec interessieren, leider nicht zu uns passen. Nichtsdestotrotz sind alle Spieler jederzeit dazu eingeladen uns als eine Art “Übergangscorporation” zu benutzen, in der man sich sozusagen auf das Leben im 0.0 vorbereiten kann bis man in eine dort ansässige Gruppe übersiedelt. Allerdings wollen wir unsere Gehirnwäsche bis dahin bereits vollzogen haben.

Amelie (lacht):

Ihr bösen Burschen! Fällt Dir sonst noch etwas ein?

Cheng Jin (lacht):

Ja. Wir möchten weder Ganker noch Scammer, Awoxxer, Flamer oder Imba Roxxor PVPler bei uns begrüßen.

Amelie (lacht):

Imba was?

Cheng Jin (lacht):

Imba Roxxor PVPler, also Leute die bloß etwas sagen, um etwas gesagt zu haben.

Amelie (lacht):

Mit dieser Beschreibung kann ich schon eher etwas anfangen. Nehmen wir jedoch einfach mal an, dass euch einer der Bewerber gefällt – wird dieser dann direkt bei euch als vollwertiges Mitglied aufgenommen?

Cheng Jin:

Nein, er müsste zunächst eine einmonatige Probezeit absolvieren. Diese dient sozusagen dem beidseitigen Beschnuppern und ist vergleichbar mit einem lockeren Kennenlernen. So wird beiden Parteien ebenfalls die Möglichkeit eingeräumt zu beurteilen, ob man wirklich zueinander passt oder eben nicht.

Amelie

Das ist eine sehr interessante Herangehensweise. Ich kenne nämlich durchaus auch Corporationen die einem quasi direkt die Fußfesseln anlegen möchten, sobald man über die Türschwelle getreten ist.  Und dass, obwohl es ja schon ein überaus schwieriger und teilweise auch langwieriger Prozess ist, die eine perfekte Spielergruppe zu finden, in welcher man selbst auf Dauer glücklich sein kann.

Cheng Jin:

Auf jeden Fall!

Amelie:

Gibt es denn zum Abschluss unseres Interviews noch irgendetwas, was Du unseren Lesern mit auf den Weg geben möchtest?

Cheng Jin:

Wir haben Kekse.

Amelie (lacht):

Seid ihr etwa auf der dunklen Seite des Universums?

Cheng Jin (lacht):

Sagen wir in unserem WH ist es schon verdammt dunkel, ja.

Amelie (lacht):

Oh Gott. Möchtest Du sonst noch etwas loswerden?

Cheng Jin (lacht):

Das übliche Werbungsgedöns: Wir sind ganz toll, kommt zu uns! Wir beißen auch nicht. Nur manchmal.

Amelie (lacht):

Hervorragend. Somit bedanke ich mich bei Dir für das überaus informative und lustige Gespräch und wünsche Dir und deiner Gruppe vom Herzen alles Gute!

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