Wer ist eigentlich..? | 017

Der Zufriedene

..alles außer PVP!

 

Amelie:

Herzlich Willkommen zurück Maru! Nachdem wir uns am vergangenen Mittwoch bereits über den deutschsprachigen Blog Infomorph Psychology unterhalten haben, möchte ich im heutigen Gespräch die Gelegenheit nutzen um ein wenig mehr über Dich selbst in Erfahrung zu bringen. Diesbezüglich würde mich zunächst erstmal interessieren wie andere Spieler Dich deiner Meinung nach in EVE wahrnehmen, wenn sie Dir über den Weg fliegen?

Maru Kobajachi (lacht):

Im Grunde glaube ich eigentlich nicht, dass mich jemand in EVE großartig wahrnehmen würde.

Amelie:

Wie darf man das verstehen?

Maru Kobajachi:

Nun ja, dadurch dass ich kein aktives PVP betreibe dürfte ich den meisten an und für sich gar nicht auffallen.

Amelie (lacht):

Jetzt wird mir einiges klar! Warum hältst Du Dich denn vom kampforientierten Teil des Spiels weitestgehend fern?

Maru Kobajachi:

Ehrlich gesagt widerstrebt mir das PVP irgendwie. Obgleich ich es schon mehrfach versucht habe, bin ich stets daran gescheitert.

Amelie:

Womit vertreibst Du Dir dann so deine Zeit?

Maru Kobajachi:

Ich verbringe meine Zeit grundsätzlich gerne im Belt oder mit der Verwaltung unserer Corporation. Wahrscheinlich bevorzuge ich die ruhigeren Tätigkeiten in New Eden aber auch einfach deshalb, weil ich schon ein wenig älter bin und somit das ganze Adrenalin nicht mehr brauche um das Spiel in vollen Zügen genießen zu können.

Amelie (lacht):

Demnach spielst Du wohl auch schon des längeren EVE, oder?

Maru Kobajachi:

Richtig. Es dürften mittlerweile sogar um die zehn Jahre sein.

Amelie:

Das nenne ich mal ein stolzes Alter. Wie bist Du denn damals auf dieses Spiel aufmerksam geworden?

Maru Kobajachi:

Sagen wir, dass ich bereits in jungen Jahren das Glück hatte einen eigenen C64 zu besitzen auf welchem man das durchaus beliebte Game Elite spielen konnte. Und als ich irgendwann später in einem Artikel laß, dass EVE Online dem Ganzen doch recht ähnlich sein soll dachte ich mir, dass es sich sicherlich lohnen würde, mal einen Blick darauf zu werfen.

Amelie:

Scheint als habe sich das mehr als gelohnt. Eventuell auch wegen einer bestimmten jungen Dame?

Maru Kobajachi (lacht):

Ich weiß worauf Du anspielst aber nein, meine Freundin und ich haben uns nicht in EVE kennengelernt.

Amelie:

Wie hast Du sie dann dazu bekommen mit Dir gemeinsam durch New Eden zu streifen?

Maru Kobajachi:

Meine Freundin hat sich schon bevor wir uns kennengelernt haben in diversen anderen Games rumgetrieben. Dementsprechend ist sie von Haus aus eine ambitionierte Zockerin und musste nicht erst sonderlich von einer solchen Idee überzeugt werden.

Amelie:

Klingt ja nach einem wahren Männertraum.

Maru Kobajachi:

Ohja und wie! Meist ist sie es sogar, die bei uns die neuen Konsolen mit nach Hause bringt.

Amelie:

Also bist Du der Ansicht, dass es wirklich von Vorteil sein kann, wenn beide Partner diese Leidenschaft teilen?

Maru Kobajachi:

Ja, das ist einfach super – insbesondere auf Fantreffen bei denen man stolz behaupten kann, dass die bessere Hälfte ebenfalls gerne Computerspiele spielt.

Amelie:

Was begeistert Dich denn außerdem an diesem MMORPG?

Maru Kobajachi:

Das ist eine echt gute Frage, die sich in meinen Augen nicht einfach so beantworten lässt, da ich selbst nach all den Jahren immer noch nicht so recht weiß, warum ich mich eigentlich jeden Tags aufs neue wieder ins Spiel einlogge.

Amelie:

Aber es gibt doch bestimmt etwas, was Dir an EVE Online so richtig gut gefällt, oder?

Maru Kobajachi:

Selbstverständlich, wobei sich das Spektrum dabei von der Community an sich bis hin zu Kleinigkeiten wie einem neuen Skin für mein Schiff beläuft.

Amelie (lacht):

Ihr Männer habt also ebenfalls Gefallen an den Skins gefunden?

Maru Kobajachi (lacht):

Durchaus. Ich gucke mir mein Schiff einfach gerne an und mache sogar ab und zu mal ein Foto davon, weil mir die Optik des Spiels tatsächlich sehr gut gefällt.

Amelie (lacht):

Das finde ich toll! Du würdest nun aber nicht sagen, dass es irgendetwas gibt was Dir in New Eden am meisten den Tag versüßt?

Maru Kobajachi:

Nein, überhaupt nicht. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich mich bislang für alle Aktivitäten in EVE begeistern konnte – abgesehen vom PVP.

Amelie:

Hegst Du wirklich so eine Abneigung dagegen?

Maru Kobajachi:

Wenn man das ganze neutral betrachtet gibt es eigentlich nur einen einzigen Grund warum der kampforientierte Teil des Spiels und ich keine Freunde sind. Und zwar die Tatsache, dass ich nicht in der Lage bin mich jeden Tag aufs neue eigenständig zu so solchen Aktivitäten aufzuraffen, weil es mich ehrlich gesagt einfach nicht reizt. Abgesehen davon genieße ich es aber schon ab und zu mit meiner Corporation kleinere Roams zu veranstalten.

Amelie:

Gibt es sonst noch irgendetwas was Dir an EVE Online nicht so ganz zusagt?

Maru Kobajachi:

Ich denke, dass mir in dieser Hinsicht nichts anderes einfallen würde. Von daher bin ich mit der Gesamtsituation mehr als zufrieden.

Amelie:

Demnach gibt es auch nichts was Du Dir von CCP für die Verbesserung deines Spielerlebnis wünschen würdest?

Maru Kobajachi:

Oh doch, da gibt es einiges. Obgleich ich mir diesbezüglich vor allem eine Optimierung des Supports wünschen würde, da dieser seit der Entlassung des deutschsprachigen Community Teams eine absolute Katastrophe ist. Ich habe beispielsweise bereits vor einigen Wochen eine Mail an CCP gesendet und bis heute keine Antwort bekommen. Und ja, das ist natürlich leichter gesagt als getan. Nichtsdestotrotz würde ich es als sehr positiv empfinden wenn es im Laufe der Zeit wieder eine ordentliche Betreuung für die Spieler geben würde.

Amelie:

Wie beurteilst Du eigentlich abgesehen davon die Entwicklung von EVE Online?

Maru Kobajachi:

Meiner Ansicht nach ist das ein Thema bei dem die Meinungen der Leute ganz schön auseinander gehen. Ich für meinen Teil finde es zum Beispiel gar nicht so schlecht, dass CCP das Tutorial insofern verändert hat, dass den neueren Spielern ein leichterer Einstieg in die Welt von EVE Online ermöglicht wird. Dennoch betrachte ich das alles auch gleichzeitig etwas kritisch, da der vorherige Einstieg den Schwierigkeitsgrad des Spiels weitaus besser widergespiegelt hat. Letzten Endes kann ich mich jedoch über das Game, so wie es heute ist, nicht beschweren, da die Entwickler viele Veränderungen echt gut implementiert haben.

Amelie:

Und wie würdest Du rückwirkend betrachtet deine eigene Entwicklung beurteilen?

Maru Kobajachi:

Ich für meinen Teil habe in meinen Augen eine ausgesprochen tolle Zeit hinter mir, die ich insbesondere den German Angels zu verdanken habe. Denn dadurch, dass ich bereits in meinen frühen Anfängen auf diese fabelhafte Gruppe gestoßen bin, welche mit sehr vielen Leuten unterfüttert ist die sich in dem Spiel wirklich gut auskennen, habe ich eine echt solide Betreuung erfahren.

Amelie:

Da scheinst Du ja echt großes Glück gehabt zu haben, oder?

Maru Kobajachi:

Auf jeden Fall. Oft denke ich mir auch, dass es meist so eine Corporation ist, die den Anfängern zu Beginn des Spiels fehlt. Obgleich es heutzutage auch einige Community Events wie die Noobfleet gibt, die den Neueinsteigern exzellent unter die Arme greifen.

Amelie:

Gibt es auch ein paar Tipps und Tricks die Du, basierend auf deinen eigenen Erfahrungen, neuen Spielern heutzutage mit auf den Weg geben würdest?

Maru Kobajachi:

Uff .. ich persönlich tue mich damit immer ein wenig schwer. Meine Freundin sagte jedoch mal, dass in diesem Spiel Zeit der Schlüssel zum Erfolg wäre. Und damit meinte sie nicht, dass man EVE schon Jahre spielen muss, bevor man es zu etwas bringen kann. Sondern vielmehr, dass man sich in der Anfangsphase nicht unnötig hetzen und die Mechaniken in Ruhe erkunden sollte. Teilweise braucht es eben einfach Zeit, um alle Basics zu verstehen und die sollte man sich auch geben.

Amelie:

Das würde ich glatt so unterschreiben! Aber wo wir gerade beim Thema Zeit sind würde ich gerne wissen, wie lange Du eigentlich ungefähr vor dem PC sitzt um deiner Leidenschaft nachzugehen?

Maru Kobajachi:

Grundlegend spiele ich EVE Online nicht mehr ganz so oft wie es früher noch der Fall war. Nichtsdestotrotz ist es stets ein Teil meines Lebens gewesen und wird dies auch weiterhin bleiben. Alleine schon deswegen, weil mittlerweile sogar einer meiner Söhne bei mir in der Corporation gelandet ist.

Amelie (lacht):

So etwas nenne ich mal Spaß für die ganze Familie. Dann bliebe nur die Frage offen, ob es irgendetwas gibt was Du den Lesern zum Abschluss unseres Interviews mit auf den Weg geben möchtest?

Maru Kobajachi:

Definitiv. Und zwar, dass jeder, der noch nicht auf dem Fanfest war, wirklich mal darüber nachdenken sollte an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen. Denn es war so ein geniales Erlebnis, dass man in meinen Augen einfach mal dort gewesen muss. Es wird sich auf jeden Fall lohnen!

Amelie:

Ohje, sieht so aus als müsste ich da etwas nachholen. Somit bedanke ich mich hiermit bei Dir für das überaus interessante Gespräch und wünsche Dir und deiner Familie auch weiterhin vom Herzen alles Gute!

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