Neovenators Blog

Amelie:

Herzlich Willkommen zurück Neovenator! Es freut mich wirklich ausgesprochen sehr dass Du erneut die Zeit gefunden hast um Dich mit mir zusammen zu setzen und uns im heutigen Interview ein wenig über deinen Blog zu erzählen. Diesbezüglich würde mich zunächst einmal interessieren seit wann es deine Webseite eigentlich schon gibt und warum Du dieses Projekt damals überhaupt ins Leben gerufen hast?

Neovenator:

Meinen Blog gibt es bereits seit dem Jahr 2008. Lustigerweise hatte ich jedoch nie die Absicht großartig über irgendetwas zu bloggen. Genauso wenig wie ich früher geplant hatte ein langjähriger EVE Online Spieler zu werden.

Amelie (lacht):

Hört sich ja nach einem weiteren glücklichen Zufall an! Wie bist Du denn über dieses Projekt gestolpert?

Neovenator:

Nun ja ich hatte mir mit der Zeit mal so einen kleinen passiv gekühlten Miniatur Rechner besorgt, auf welchen ich Linux installierte und im Anschluss keinen blassen Schimmer hatte, was ich letztendlich mit dem Teil anfangen sollte. Aufgrund dessen habe ich erstmal einen provisorischen Webserver darauf eingerichtet und für diesen eine entsprechende Webseite mit Joomla erstellt.

Amelie:

Demnach hast Du also deinen eigenen kleinen Server bei Dir Zuhause rumstehen?

Neovenator:

Richtig und mit diesem wollte ich irgendwann später mal in WordPress reinschnuppern, um zu sehen was man so alles damit anstellen kann. Woraufhin ich ein paar Inhalte für den dabei entstehenden Blog benötigte, so dass sich das alles mit ein wenig Leben füllen würde.

Amelie:

Mit welchen Beiträgen hast Du diese Webseite damals zum Leben erweckt?

Neovenator:

Anfangs hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung über was ich schreiben sollte. Allerdings schwebte mir irgendwie der Gedanke im Kopf herum, dass ich ja über schlechte Filme bloggen könnte.

Amelie:

Du meinst B-Movies?

Neovenator (lacht):

Ich glaube man könnte meine Auswahl sogar als Z-Movies betiteln. Auf jeden Fall wollte ich zu denen ein paar Kritiken beziehungsweise Inhaltsangaben schreiben. Als ich jedoch die ersten zwei bis drei Beiträge niedergeschrieben hatte, gefiel es mir nicht dass der Blog so etwas negatives ausstrahlte. Weswegen ich mich im Nachhinein doch dazu entschloss Blogposts über EVE Online zu verfassen.

Amelie:

Ein Glück! Allerdings habe ich mitbekommen, dass es mit der Webseite anscheinend nicht immer so rosig lief wie Du es Dir zu Beginn vorgestellt hattest, oder?

Neovenator (lacht):

Das kann man wohl so sagen. Denn die Inhalte sind mir in relativ kurzer Zeit zwei mal vollständig abhanden gekommen.

Amelie:

Willst Du mir verraten woran das gelegen hat?

Neovenator:

Beim ersten mal lag es an einer Sicherheitslücke von WordPress. Und obgleich mein Blog so eingestellt war, dass er sich automatisch updated, sind irgendwelche Skript-Kiddies schnell genug gewesen und haben mir meine Webseite komplett zerlegt. Das Ende vom Lied war, das ich die Seite von Grund auf neu aufbauen musste, weil meine Backups ebenfalls beschädigt waren.

Amelie:

Ohje und was ist beim zweiten mal passiert?

Neovenator:

Beim zweiten mal, was im übrigen noch gar nicht allzu lange her ist, habe ich mir das Projekt selber zerschossen – ich Vollidiot.

Amelie (lacht):

Wie schafft man denn so etwas?

Neovenator:

Naja eigentlich wollte ich lediglich etwas an meinem Webserver ändern und habe mir im Vorfeld sogar extra ein neues Backup angelegt, so dass wenn etwas schief läuft ich dieses einfach wieder einspielen kann. Als ich das Backup dann jedoch tatsächlich brauchte und die Archive entpacken wollte, stellte sich heraus das diese korrupt und somit nicht mehr zu gebrauchen waren.

Amelie:

Das ist aber auch einfach Pech, oder?

Neovenator:

Ja, das mag sein.

Amelie:

Musstest Du deinen Blog deshalb erneut von vorne beginnen?

Neovenator:

An und für sich hätte ich das gemusst. Allerdings hatte sich einer meiner Jungs bei mir gemeldet, welcher nicht nur linuxmäßig ein absoluter Crack sondern nebenbei auch unser bester Logistiker ist, und hat mir die gesamte Webseite innerhalb von einer Stunde vollständig wiederhergestellt.

Amelie:

Wie ist das möglich gewesen?

Neovenator:

Dadurch das ich noch ein altes Backup auf meiner Festplatte gefunden hatte, welches anderthalb Wochen alt war. Damit konnte er mir den Blog wieder voll funktionstüchtig machen, worüber ich mich wie ein kleines Kind an Weihnachten freute.

Amelie (lacht):

Das kann ich mir gut vorstellen! Dir ist der Arsch im allerersten Moment aber bestimmt auf Grundeis gegangen, oder?

Neovenator (lacht):

Definitiv. Ich hätte nämlich wirklich keine Lust darauf gehabt alles noch einmal komplett von vorne aufzubauen, da ich ja bereits den gesamten Content von 2008 bis 2017 verloren und erst im letzten Jahr das Projekt wieder mühsam zum Laufen gebracht hatte.

Amelie (lacht):

Ich denke das ist durchaus nachvollziehbar. Aber sieh es mal positiv, Du hast deinen Blog nach dem ersten Wiederaufbau anscheinend so gut gesichert, dass nur noch Du selbst ihn kaputt machen konntest.

Neovenator (lacht):

Aus dem Augenwinkel hab ich das noch gar nicht betrachtet.

Amelie (lacht):

Du hast also die Sicherheitslücken von damals ordentlich verschlossen?

Neovenator:

Gewiss doch! Seit dem letzten Fauxpas fahre ich beispielsweise multiple Backups und sichere den Blog in alle denkbaren Richtungen. Dank meinen Jungs ist der Server inzwischen auch richtig gut abgesichert.

Amelie:

Auch vor Dir selbst?

Neovenator (lacht):

Ich glaube ich bin der einzige Faktor der immer noch alles kaputt machen kann. Denn mich könnte nichts daran hindern die Festplatte mit einem Kommando wegzuschreddern, wenn ich es wirklich wollte.

Amelie:

Da hoffe ich einfach mal, dass Du das nicht in Betracht ziehen würdest. Was mich aber ebenfalls interessieren würde wäre, wie Du Dich eigentlich fühlst, wenn unser werter Bloggerkollege Jezaja in seinem Interview sagt, dass er wahnsinnig neidisch auf deine Domäne “pod-express” ist?

Neovenator:

Das ehrt mich natürlich sehr. Obgleich die anderen Blogger selbstverständlich auch tolle Domänen haben. Ich für meinen Teil bin beispielsweise ein großer Fan des Giant Secure Containers. Aber mal davon abgesehen besitzt Jezaja doch sogar ein eigenes ingame Item und ich meine, wer kann das schon von sich behaupten?

Amelie (lacht):

Darauf bist Du also wiederum neidisch?

Neovenator:

Darauf bin ich also wiederum neidisch.

Amelie:

Gefällt Dir deine Domäne denn selbst?

Neovenator:

Ja, ich habe großen Gefallen an dem Namen “pod-express” gefunden.

Amelie:

Wie bist Du damals auf ihn gekommen?

Neovenator:

Ehrlich gesagt weiß ich das gar nicht mehr so genau. Ich vermute aber dass er daher rührt dass diese Art der Fortbewegung früher wie heute einfach ein gängiges Mittel ist um in New Eden schnell von A nach B zu kommen. Man sprengt sich also einfach in die Luft und nimmt den Podexpress nach Hause.

Amelie:

Im gängigen Gebrauch redet trotzdem jeder von Neovenators Blog, oder?

Neovenator (lacht):

Ja, das tun sie tatsächlich alle. Ich könnte die Webseite wahrscheinlich auch einfach unter der Domäne “neos-blog” führen. Denn “pod-express” sagt echt kein Schwein.

Amelie (lacht):

Dann würde diese Domäne immerhin Jezaja wieder zur freien Verfügung stehen.

Neovenator (lacht):

Nein, die rücke ich nicht raus. Aber wie ich ja vorhin bereits gesagt habe besitzt er schon eine coole Domäne – zumindest finde ich die super.

Amelie:

In welchem zeitlichen Rhythmus veröffentlichst Du eigentlich deine Beiträge?

Neovenator:

Oh das ist in der Tat recht unterschiedlich. Manchmal habe ich solche Phasen in denen ich praktisch jeden Tag einen neuen Blogpost online stelle. Wohingegen es auch Wochen gibt in denen mir partout keine guten Ideen in den Sinn kommen und ich dabei nicht nur ein Brett, sondern direkt ein zehn mal zehn Kantholz vor dem Kopf habe.

Amelie:

Sorgen in solchen Momenten eure Events für die passende Eingebung?

Neovenator:

Definitiv. Insbesondere die letzten Veranstaltungen mit der DFP und der Goonswarm Federation haben dem Blog wieder ein bisschen Leben eingehaucht. Denn ich hatte tatsächlich ein kleines Tief und wusste nicht worüber ich schreiben sollte bis ich herausgefunden habe dass man die dortigen Erlebnisse wunderbar mit einem Rollenspielcharakter verwursten kann.

Amelie:

Du bist also jemand der nicht nur einfach stumpf ein paar Worte zu Papier bringen, sondern einen lebhaften Text verfassen will?

Neovenator:

Auf jeden Fall! Wer in dieser Hinsicht allerdings auch fantastische Beiträge schreibt ist der gute Align Outgoing. Bei dessen Schreibkünsten habe ich nämlich stets ein fettes Grinsen im Gesicht und schmeiß mich jedes mal aufs neue weg.

Amelie:

Ja, seine Art über Sachen zu berichten ist wirklich toll! Was mir bei deinem Blog jedoch noch aufgefallen ist wäre, dass Du ihn ja sogesehen in drei Bereiche unterteilt hast. Somit ist ein Teilmenge der Beiträge auf deine Corporation bezogen, eine weitere auf eure Events und die letzte widmet sich sonstige Niederschriften. War das von Anfang an grob geplant oder hat sich diese Struktur erst im Laufe der Jahre so entwickelt?

Neovenator:

Das hat sich erst im Laufe der Jahre so entwickelt, zumal es sich anfangs auch überhaupt nicht gelohnt hätte. Genau genommen war ich zu Beginn nämlich noch der Twitterer unter den Bloggern, weil meine Blogposts nie länger als vier bis fünf Sätze waren. Während sie mit der Zeit jedoch immer länger und detailreicher wurden. Allerdings werden in Zukunft keine weiteren Menüpunkte mehr dazukommen, da ich die Webseite nicht allzu sehr überladen möchte.

Amelie:

Was ist überhaupt aus deiner eigenen Geschichte geworden? Ich schätze dass Du sie seit unserem letzten Gespräch immer noch nicht weitergeführt hast, oder?

Neovenator (lacht):

Diesbezüglich muss ich Dir leider zustimmen. Obgleich ich ebenfalls der Ansicht bin, dass ich mich diesem Projekt so langsam aber sicher mal wieder widmen müsste.

Amelie:

Wie viel Arbeit und Organisation steckt eigentlich hinter einem deiner Beiträge?

Neovenator:

Der Aufwand variiert in dieser Hinsicht recht stark. Somit gibt es Blogposts bei denen sich der Text sogesehen von selbst schreibt und bei dem mir die Wörter quasi aus den Fingern laufen. Wohingegen es auch jene Beiträge gibt bei denen ich mir richtig einen abacker obwohl ich die Entwürfe letzten Endes meist doch wegwerfe.

Amelie:

Das ist dann schon recht ärgerlich, oder?

Neovenator:

Teilweise ist es mega ätzend. Aber ich bin mir sicher, dass jeder Blogger dieses Gefühl kennt.

Amelie:

Ohja! Wie machst Du die Leute eigentlich auf deinen Blog aufmerksam?

Neovenator:

Lustigerweise habe ich mir über so etwas noch nie Gedanken gemacht, da ich meine Beiträge nur verlinke, wenn ich für unsere Events ordentlich Werbung machen möchte.

Amelie (lacht):

Aber dennoch finden die eifrigen Leser zu Dir, oder?

Neovenator:

Ja und manche davon schicken mir teilweise sogar Fanpost über welche ich mich immer total freue. Erst neulich stand ich zum Beispiel mit einer Flotte am Titan, als mein Postfach plötzlich blinkte und ich eine EVE Mail von einem Coalitionskollegen im Fach liegen hatte, in der er mir einfach mal Danke sagen wollte – was ich natürlich total cool fand.

Amelie:

Ist Dir diese Anerkennung auch schon mal im echten Leben zu teil gekommen?

Neovenator:

Das ist in der Tat schon mal vorgekommen, als ich in Island war und mich ein Spieler anhand meines Namensschilds erkannte. Mit dem bin ich dann erst einmal ein Bier trinken gegangen, bei welchem er mir sagte, dass er meinen Blog echt gut fände.

Amelie:

Ich glaube das ist wirklich ein sehr schönes Kompliment! Jetzt hättest Du aber ebenfalls noch die Chance ein paar nette Worte an deine Leserschaft zu verlieren, bevor wir das Interview gleich beenden werden.

Neovenator:

Aber gerne doch! Ich möchte mich hiermit also aufrichtig bei allen Leuten bedanken, die meinen Blog lesen und das auch noch öffentlich zugeben. Und ich denke, ich spreche da für ebenfalls für meine werten Bloggerkollegen, wenn ich sage,  dass es ein echt schönes Gefühl ist, wenn die eigene Arbeit etwas Anerkennung von euch erhält. Daher vielen lieben Dank dafür!

Amelie:

Dem kann ich vollends zustimmen. Dann bedanke ich mich ganz herzlich bei Dir für deine Zeit und wünsche Dir noch einen schönen Abend.

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